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Parcours 1: Der Grundlagen-Parcours

Parcours 1 Layout

Dieser Parcours ist als einführender Circuit für Schüler konzipiert, die neu in der psychomotorischen Ausbildung sind. Er betont statisches Gleichgewicht, kontrollierte Bewegung und Vertrauensaufbau. Das Layout ermutigt zu langsamen, bewussten Handlungen anstatt Geschwindigkeit, sodass Kinder sich auf die Rückmeldungsmechanismen ihres Körpers konzentrieren können (Propriozeption).


1. Wer? (Zielgruppe)

Primär: 1.–2. Klasse (Anfänger).
Sekundär: Ältere Schüler, die eine Auffrischung des Gleichgewichtstrainings oder eine Verletzungsrehabilitation benötigen.
Gruppengröße: Einzelne Ausführung im Klassenverformat (bis zu 25 Schüler im Rotationsprinzip).

2. Was? (Aktivität)

Ein durchgehender Hindernisparcours bestehend aus 4-5 Stationen, die verschiedene Formen des Gleichgewichts erfordern: dynamisch (beweglich) und statisch (stationär).

3. Wo? (Ort)

Turnhalle: Erfordert eine flache, rutschfeste Oberfläche.
Platz: Mindestens 10m x 10m Bereich.
Sicherheit: Matten sollten unter risikoreichen Gleichgewichtselementen wie dem Rola-Bola platziert werden.

4. Wann? (Zeitierung)

Phase: Beginn des “Kinder in Bewegung” Programms.
Dauer: 15-20 Minuten als Teil einer größeren Unterrichtseinheit, oder als Schleife für 30 Minuten mit Variationen.

5. Warum? (Ziel)

Das “Körperschema” aufzubauen – die interne Karte des Körpers. Kinder lernen, wo ihre Gliedmaßen im Raum sind, ohne hinzuschauen, was für Sicherheit und komplexe motorische Planung entscheidend ist.

6. Wie? (Methodik)

Circuit-Modus: Schüler bewegen sich in einer festgelegten Reihenfolge von Station zu Station.
Tempo: “Qualität vor Quantität.” Lehrkräfte verstärken langsame, kontrollierte Ausführung.

7. Welche? (Ressourcen)

Geräte: Pedalo Classic, Balance-Steine (Flusssteine), Balance-Balken (drehbar) und Bohnensäckchen für sensorisches Feedback.


Der Kurs ist in einem kreisförmigen oder “U”-förmigen Format angeordnet, um einen guten Fluss zu ermöglichen.

  1. Der Pedalo-Start (5m)
    Schüler beginnen auf dem Pedalo Classic.
    Herausforderung: 5 Meter vorwärts zu einem markierten Hütchen fahren.
    Fähigkeit: Bilaterale Koordination (mit abwechselnden Füßen drücken) und rhythmischer Lasttransfer.

  2. Die Flussüberquerung (Balance-Steine)
    Eine Reihe von Balance-Steinen in einem Zickzack-Muster mit unterschiedlichen Abständen.
    Herausforderung: Von Stein zu Stein treten, ohne den Boden zu berühren.
    Fähigkeit: Dynamisches Einbein-Gleichgewicht und Entfernungen einschätzen (räumliches Bewusstsein).

  3. Der schmale Grat (Balance-Balken)
    Ein niedriger Balance-Balken oder umgedrehte Turnbank.
    Herausforderung: Von Ferse zu Zehe (Tandem-Gang) über den Balken gehen.
    Variation: Ein Bohnensäckchen auf dem Kopf halten, um eine aufrechte Haltung zu erzwingen.
    Fähigkeit: Vestibuläre Regulation und Haltungskontrolle.

  4. Der Stabilitätsstopp (Rola-Bola)
    Beenden Sie mit dem Rola-Bola (auf einer Matte).
    Herausforderung: Das Brett besteigen und 5 Sekunden lang das Gleichgewicht halten, ohne dass die Kanten den Boden berühren.
    Fähigkeit: Rumpfkraft und schnelle neuromuskuläre Reaktion.


Wie Kinder sich verbessern: Die Wissenschaft der Bewegung

Abschnitt betitelt „Wie Kinder sich verbessern: Die Wissenschaft der Bewegung“

Die Teilnahme an Parcours 1 liefert spezifische Entwicklungs benefits, die durch psychomotorische Wissenschaft erklärt werden.

Die Wissenschaft: Das vestibuläre System (Innenohr) sagt dem Gehirn, wo sich der Kopf im Verhältnis zur Schwerkraft befindet.
Verbesserung: Durch das Balancieren auf dem Pedalo und Balance-Balken stimulieren Kinder die Otolithenorgane. Dies verbessert ihre Fähigkeit, automatisch eine aufrechte Haltung beizubehalten, was Gehirnkapazität für akademische Aufgaben freisetzt – wie auf eine Tafel zu schauen und dann auf einen Tisch, ohne schwindelig zu werden oder den Fokus zu verlieren.

Die Wissenschaft: Propriozeptoren in Muskeln und Gelenken informieren das Gehirn über Gliedmaßenposition und Kraft.
Verbesserung: Das Pedalo erfordert, mit jedem Fuß unterschiedlichen Druck auszuüben. Kinder lernen, die “Kraft zu modulieren” – genau wissen, wie stark sie drücken müssen, um sich glatt zu bewegen. Dies übersetzt sich direkt in feinmotorische Fähigkeiten, wie einen Stift mit dem richtigen Druck halten (die Spitze nicht abbrechen).

3. Bilaterale Koordination (Die Mittellinie überqueren)

Abschnitt betitelt „3. Bilaterale Koordination (Die Mittellinie überqueren)“

Die Wissenschaft: Das unabhängige Bewegen der linken und rechten Körperseite im Rhythmus erfordert Kommunikation zwischen den Gehirnhälften über das Corpus callosum.
Verbesserung: Die Pedalo-Fahrt erzwingt diesen alternierenden Rhythmus. Verbesserte bilaterale Koordination unterstützt das Lesen (von links nach rechts verfolgen) und das Organisieren komplexer Aufgaben, die Sequenzierung erfordern.

Die Wissenschaft: Der präfrontale Kortex verwaltet Impulskontrolle (stoppen und denken).
Verbesserung: Die Flussüberquerung (Balance-Steine) verbietet Hetzen. Wenn ein Kind hetzt, fällt es herunter. Es muss den Drang zu rennen hemmen und stattdessen seinen Schritt planen. Dies baut exekutive Funktion auf und hilft Kindern, ihr Verhalten im Klassenzimmer zu regulieren.

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