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Wissenschaftliche Grundlagen

Das Programm “Kinder in Bewegung” basiert auf jahrzehntelanger Forschung in den Bereichen kindliche Entwicklung, Neurowissenschaften und motorisches Lernen. Dieses Dokument fasst die wichtigsten wissenschaftlichen Säulen zusammen, auf denen unsere Arbeit aufbaut.


Forschungsergebnisse belegen, dass Bewegung die Gehirnentwicklung direkt beeinflusst:

  • Steigerung von BDNF: Körperliche Aktivität schüttet Proteine aus, die neue neuronale Verbindungen fördern.
  • Durchblutung: Bewegung erhöht den Blutfluss zum Gehirn, was die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung verbessert.
  • Voraussetzung für Denken: Die Entwicklung des motorischen Kortex ist die biologische Grundlage für spätere kognitive Fähigkeiten.
  • Kleinhirn & Stirnlappen: Balance-Training (Kleinhirn) stärkt die exekutiven Funktionen (Planung, Impulskontrolle) im Stirnlappen.

Kinder durchlaufen motorische Phasen in einer vorhersehbaren Reihenfolge. Unser Programm zielt auf die grundmotorische und die frühe spezialisierte Phase (ca. 6–10 Jahre) ab.

AlterErwartungenFokus des Programms
6 J.Sichere Balance, Ball fangen mit dem Körper.Rucksack-Basics, einfache Balance.
7 J.Hüpfen auf einem Bein, beidhändiges Fangen.Einführung Jonglage, Partnerarbeit.
8 J.Gezieltes Werfen, kontrollierte Balance.Pedalo Classic, Stationstraining.
9 J.Komplexe Koordinationsmuster.Teamspiele, Rola-Bola.
10 J.Fortgeschrittene bilaterale Fertigkeiten.Peer-Teaching, Experten-Challenges.

Das Gehirn muss Sinneseindrücke organisieren:

  • Vestibulär: Gleichgewicht und Raumorientierung.
  • Propriozeptiv: Wahrnehmung der Körperposition (Tiefensensibilität).
  • Taktil: Verarbeitung von Berührungsreizen.
    Nur wenn diese Systeme zusammenarbeiten, ist konzentriertes Lernen möglich.

Lernen geschieht in Zyklen: Tun → Beobachten → Verstehen → Ausprobieren. Unsere Einheiten folgen exakt diesem Prinzip durch die Abfolge von Aktivität, Reflexion und erneutem Versuch.


Die Fähigkeit, die Körpermitte zu überkreuzen, ist essenziell für die akademische Lernreife:

  • Lesen: Die Augen müssen flüssig die Mittellinie überkreuzen, um Zeilen zu lesen.
  • Schreiben: Die dominante Hand agiert oft im Bereich der Körpermitte.
  • Problembewältigung: Der Austausch zwischen linker und rechter Gehirnhälfte wird trainiert.

Forschungsergebnis: Kinder, die Schwierigkeiten mit der Mittellinienüberkreuzung haben, zeigen häufiger Lese-Rechtschreib-Schwächen. Jonglage ist hier ein hocheffektives Training.


Vertrauen in die eigene Kraft entsteht durch:

  • Meisterschaftserlebnisse: Erfolgreiches Bewältigen von Challenges (Bronze/Silber/Gold).
  • Stellvertretendes Lernen: Beobachten, wie Mitschüler Hürden meistern.
  • Physiologischer Zustand: Sich im eigenen Körper kompetent fühlen.

“Wir sinken oder schwimmen gemeinsam.” Elemente wie die Sommerski erfordern positive Interdependenz – das Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle zusammenarbeiten.


Die Forschung zu ADHS und allgemeiner Konzentrationsfähigkeit zeigt:

  • Bewegungspausen verbessern den Fokus unmittelbar.
  • Balance-Training stimuliert Aufmerksamkeitssysteme im Gehirn.
  • Feinmotorik-Aufgaben fördern die Selbstregulation und Geduld.

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